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Die richtige Wahl der Reifen

Tipps und Tricks über die Reifen für Ihren Wohnwagen oder Ihr Wohnmobil

20. Oktober 2017

Bildernachweis: © jerryhopman – istockphoto.com

Die richtigen Reifen für Wohnmobil oder Wohnwagen

Da ein Wohnmobil oder ein Wohnwagen deutlich mehr Gewicht auf die Straße bringt als ein PKW brauchen diese Fahrzeuge andere Reifeneigenschaften. Reifen für das Wohnmobil gibt es als Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen. Wer mit seinem Wohnwagen nur im Sommer unterwegs ist, braucht kaum Winterreifen, wer jedoch gerne in den Bergen oder als Wintercamper durch die Gegend zieht, sollte mindestens Ganzjahresreifen, besser aber Winterreifen wählen. Hier erfahren Sie, wie die Reifen für Wohnwagen gekennzeichnet sind und auf welche Details bei der Auswahl geachtet werden sollte.

Die Reifenkennzeichung

Reifen für Kraftfahrzeuge sind seit November 2014 in ganz Europa einheitlich gekennzeichnet. Das Label informiert über Sicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit, so dass sichere, leise und kraftstoffsparende Reifen gewählt werden können. Die Kennzeichnung ist zwar mit Auto- und Transporterreifen identisch, es sollte jedoch vor allem der Tragfähigkeitsindex beachtet werden. Wird das Wohnmobil vor der Reise mit Campingzubehör und Gepäck beladen und steigen dann noch die reisenden Personen ein, sollte der Tragfähigkeitsindex immer noch ausreichen und höher als das zulässige Gesamtgewicht sein. Der Tragfähigkeitsindex, der auch als Lastindex bezeichnet wird, steht im Fahrzeugschein direkt hinter dem Reifenformat und ist auf der Reifenflanke zu finden. Im Internet gibt es Tabellen, mittels derer sich der Tragfähigkeitsindex leicht bestimmen lässt.

Bei manchen Wohnmobilen liefert der Hersteller das neue Fahrzeug mit Reifen aus, deren Tragfähigkeit gerade der zulässigen Gesamtmasse entspricht. Wird ein gebrauchtes, aber neu bereiftes Fahrzeug gekauft, sollten die Reifen ebenfalls überprüft werden.

Was ist bei Wohnmobilreifen zu beachten?

Ein Wohnwagen oder Wohnmobil ist deutlich schwerer als ein PKW. Wer jetzt denkt, ein Transporterreifen ist gut geeignet, sollte zwei wesentliche Aspekte beachten:

  • Zwar sind auch Transporterreifen für lange Strecken und viel Last geeignet, jedoch nicht für die langen Standzeiten von Wohnmobil oder Wohnwagen, bei dem nicht immer die Reifen vor Witterung geschützt sind
  • Wohnmobilreifen bieten auf losen Untergründen, Rasen auf dem Campingplatz oder Matsch eine bessere Traktion als Transporterreifen, die nur für asphaltierte Straßen konzipiert wurden.

Transporterreifen sind für asphaltierte Straßen konzipiert, nicht für Matsch, lose Untergründe oder den Rasen auf dem Campingplatz. Hier bieten spezielle Wohnmobilreifen eine bessere Traktion.

Spezielle Wohnmobilreifen garantieren eine sichere und komfortable Fahrt.

Auf den richtigen Luftdruck achten

Auf einem Schild an der B-Säule des Fahrzeugs informiert der Hersteller über den zulässigen Reifendruck. Dieser sollte gut eingehalten und regelmäßig überprüft werden, wenn die Fahrt sicher sein soll. Besonders wenn das Fahrzeug mit Gepäck und Zubehör beladen ist, sollte der Reifendruck entsprechend gewählt werden, auch wenn das Fahren dann etwas weniger komfortabel ist.

Bildernachweis: © Atlantic_Adv – istockphoto.com

Die richtigen Tipps zur Pflege der Wohnmobilreifen

Auch wenn Wohnmobilreifen durchaus 60.000 Kilometer und mehr das Fahrzeug sicher über Straßen, tragen, sollten sie spätestens alle fünf Jahre gewechselt werden. Andernfalls riskiert der Wohnmobilfahrer, dass die Reifen spröde werden. Da ein Wohnwagen oder Wohnmobil nicht nur auf Straßen und Asphalt, sondern auch auf Campingplätzen und anderen unsicheren Untergründen unterwegs ist, sollte die Profiltiefe mindestens vier Millimeter betragen. Wohnmobilreifen sind auf lange Haltbarkeit ausgelegt. Trotzdem sollten sie schonend gefahren werden: Rasantes Anfahren und abruptes Bremsen sollte unterlassen werden. Steht das Wohnmobil für eine längere Zeit am gleichen Ort, sollten die Reifen auf Beschädigung überprüft werden, wenn die Fahrt fortgesetzt werden soll. Bei dieser Gelegenheit sollte auch der Reifendruck überprüft werden. Sind die Reifen ungeschützt der Witterung ausgesetzt, hilft es, wenn sie mit einer speziellen Schutzdecke abgedeckt werden, die keine UV-Strahlung durchlässt. Damit überstehen sie extreme Kälte, aber auch lange Einstrahlung der Sonne. Steht ein geschützter Stellplatz in einer Garage oder einer Scheune zur Verfügung, sollte dieser auch genutzt werden.

Vorsorge bei einer Panne

Reifenexperten raten zu einem Ersatzrad. Reicht die Reserve der Zuladung nicht aus, sollte wenigstens ein Reparaturset an Bord sein. Mit diesem kann ein kleines Loch im Reifen wenigstens so abgedichtet werden, dass die Fahrt zur nächsten Werkstatt vorsichtig möglich ist. Auf der Anleitung steht genau, wie ein solches Reparaturset zu handhaben ist. Alternativ können auch Dichtmittel aus einer Spraydose verwendet werden, dann darf das Wohnmobil oder der Wohnwagen allerdings nur mit einer Geschwindigkeit von maximal 50 Stundenkilometern bis zur Werkstatt unterwegs sein.

Fazit: Sicherheit geht vor

Wohnmobilreifen müssen permanent große Lasten tragen. Deswegen empfehlen Prüfbehörden und Hersteller, diese alle fünf bis sechs Jahre zu wechseln. Die speziellen Wohnmobilreifen sind aber nicht nur für Fahren mit hohen Lasten, sondern auch für längere Standzeiten konzipiert. Wer einen neuen Reifen braucht, sollte einen wählen, der über genügend Grip in allen Situationen verfügt - und damit die notwendige Sicherheit bietet.

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