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Wechselkennzeichen für Wohnmobile

Wie sinnvoll sie wirklich sind

05. Juli 2017

Bildernachweis: © micha360 – istockphoto.com

Es klingt zunächst richtig gut, zwei Fahrzeuge mit einem Wechselkennzeichen anmelden und fahren zu können. Dies könnte Ihnen als Wohnmobilfahrer vielleicht viel bürokratischen Aufwand und möglicherweise auch Kosten für das An- und Abmelden Ihrer verschiedenen Fahrzeuge ersparen. Aber lohnt es sich wirklich, das Wohnmobil unter einem Wechselkennzeichen anzumelden? Finanzielle Einsparmöglichkeiten in der Versicherung oder bei der Fahrzeugsteuer sind hierfür nicht vorgesehen.

Welchen Vorteil ein Wechselkennzeichen für einen Caravan mit sich bringen kann

Wenn Sie Ihr Wohnmobil nur saisonal nutzen, könnte das Wechselkennzeichen für Sie eine Alternative zum Saisonkennzeichen darstellen. Seit dem 1. Juli 2012 ist es möglich, zwei Fahrzeuge innerhalb einer Fahrzeugklasse – zum Beispiel Pkw und Wohnmobil – mit einem Wechselkennzeichen anzumelden, das beim Fahren mit dem jeweiligen Fahrzeug einfach nur umgesteckt werden muss. Allerdings dürfen die Fahrzeuge nur hintereinander und nicht gleichzeitig von mehreren Fahrern gefahren werden.
Zwei Fahrzeuge aus der EU-Fahrzeug-Klasse M1 können mit einem Wechselkennzeichen von einem Halter beider Fahrzeuge angemeldet werden. Hierunter fallen auch Fahrzeuge, die außer dem Fahrersitz über bis zu acht Sitzplätzen verfügen und zur Personenbeförderung vorgesehen sind. Weitere mögliche Kombinationen für Wechselkennzeichen sind zum Beispiel:

      • Pkw und Pkw
      • Pkw und Oldtimer ( H-Fahrzeug)
      • Motorrad und Motorrad
      • andere Varianten aus anderen EU-Fahrzeugklassen

Für Camper, die ihr Wohnmobil ganzjährig nutzen und schnell von Touren mit dem Camper auf den Pkw für den Stadtverkehr wechseln möchten, lohnt es sich nur das einfach und schnell anzubringende Wechselkennzeichen zu nutzen, wenn beispielsweise Garagen oder private Stellplätze zur Verfügung stehen.

Info: Das Fahrzeug, das gerade kein Kennzeichen trägt, darf nicht einfach im öffentlichen Straßenverkehrsraum oder auf öffentlichen Plätzen abgestellt werden. Dies könnte zu einem Bußgeld führen, selbst dann, wenn beide Fahrzeuge angemeldet und versichert sind. Eine private Stellfläche sollte vorhanden sein, wenn Sie Ihren Caravan ganzjährig oder saisonal mit einem Kennzeichen zum Wechseln anmelden möchten.

Weder bei der Versicherung noch den Fahrzeugsteuern sind Einsparungen für das Fahren mit einem Kennzeichen zum Wechseln vorgesehen. Steuern werden für beide Fahrzeuge fällig und auch die Versicherungen haben für die Beitragssätze der Fahrzeuge mit Wechselschildern noch keine wirklichen Vergünstigungen vorgesehen. Steuervergünstigungen wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben, da die Politik zu große Ausfälle in den Steuereinnahmen für die Kfz-Steuer befürchtet.

Mit dem Wechselkennzeichen ins Ausland zu fahren kann zu Schwierigkeiten führen

Für das Fahren im Ausland bestehen besondere Kennzeichnungspflichten, wie beispielsweise Ausfuhrkennzeichen für das Exportieren von Fahrzeugen. Um hier sicherzugehen und mit einem richtig gekennzeichneten Fahrzeug unterwegs zu sein, sollte vor Fahrtantritt die entsprechenden Informationen für eine richtige Beschilderung in das jeweilige zu bereisende Land bei entsprechenden Stellen eingeholt werden. Auskunft hierzu kann zum Beispiel auch der ADAC geben. Weiterhin ist auch im Inland sicherzustellen, dass jederzeit mit vollständigen Kennzeichen gefahren wird, da es sonst beispielsweise bei einem Unfall zu Problemen mit der Haftpflichtversicherung und Rückforderungen der ausgezahlten Schadenssummen kommen könnte.

Wechselschilder sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben

Nur sehr wenige Wechselschilder sind seit ihrem Erscheinen wirklich in Anspruch genommen worden. Da kaum Einsparungen bei der Versicherung oder der KFZ-Steuer möglich sind, lohnt sich die Anmeldung von Wohnmobil und Pkw mit einem Wechselkennzeichen nur sehr bedingt. Nur wenn Sie Ihr Wohnmobil und Ihren Pkw gleichzeitig nutzen, zum Beispiel für kürzere Touren mit dem Wohnmobil am Wochenende und anschließende Fahrten mit dem Pkw in die Stadt oder Ähnliches, können Sie vielleicht durch das einfache Umstecken der Schilder einen kleinen Vorteil haben. Dazu sollten Sie aber die Möglichkeit haben, das nicht genutzte Fahrzeug auf einem privaten Gelände oder in einer Garage parken zu können.

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